Karte fotografieren, Wert sehen

Der Scanner liest aus einem Foto, welche Karte du in der Hand hältst — inklusive Set, Kartennummer, Druckvariante und Zustand — und schlägt dir den aktuellen Marktwert vor.

Der Ablauf

  1. Fotografieren. Karte formatfüllend von oben, auf einer gleichmäßig ausgeleuchteten Fläche. Mehrere Karten gehen nacheinander im Stapel, ohne die App dazwischen zu verlassen.
  2. Erkennung prüfen. Name, Set, Kartennummer und Zustand werden ausgelesen. Ist die Karte eindeutig, geht es direkt weiter.
  3. Übernehmen. Marktwert, Zustandsfaktor und die Grading-Einschätzung stehen sofort da. Ein Tipp, und die Karte ist im Portfolio.

Was der Scanner außer dem Namen erkennt

Den Namen einer Karte zu lesen ist der einfache Teil. Der Wert hängt an den Details daneben:

  • Das Set. Dasselbe Motiv erscheint über die Jahre in mehreren Sets. Die Kartennummer ist dabei der verlässlichere Anker als der Set-Name, der auf der Karte oft nur als Serie auftaucht.
  • Die Druckvariante. Normal, Holo und Reverse Holo haben eigene Preise, die sich um Faktoren unterscheiden können — nicht um Prozente.
  • Die Sprache des Drucks. Eine deutsche und eine englische Fassung derselben Karte sind unterschiedlich viel wert.
  • Der Zustand. Aus dem Foto wird eine Einschätzung abgeleitet und der Marktwert entsprechend umgerechnet, statt dir einen Near-Mint-Preis für eine gespielte Karte zu zeigen.

Warum die App manchmal nachfragt

Wenn zwei Karten nach demselben Foto aussehen — dasselbe Motiv in zwei Sets, dieselbe Nummer in zwei Auflagen — fragt CardBroker nach, statt sich für eine Möglichkeit zu entscheiden.

Warum das die richtige Entscheidung ist

Eine falsch zugeordnete Karte ist schlimmer als eine Rückfrage. Sie fällt niemandem auf — der Preis sieht plausibel aus — und sie bleibt dann monatelang falsch im Portfolio stehen und verfälscht jeden Gesamtwert, den du danach siehst.

Wo der Scanner an Grenzen stößt

  • Schlechtes Licht und Spiegelungen. Holo-Karten unter einer Deckenlampe sind der häufigste Grund für eine schiefe Zustandseinschätzung. Seitliches, weiches Licht hilft mehr als eine hellere Lampe.
  • Sleeves und Toploader. Reflexionen auf der Hülle landen als vermeintliche Kratzer in der Bewertung. Für eine genaue Einschätzung lohnt es sich, die Karte kurz herauszunehmen.
  • Sehr feine Kantenschäden sind aus einem Foto nicht zuverlässig zu sehen. Für eine Karte, bei der es wirklich um Geld geht, ersetzt der Scan keine Sichtprüfung mit der Karte in der Hand.

Welche Karten erkannt werden

Der Katalog umfasst 33.685 Einzelkarten und 2.016 versiegelte Produkte aus 315 Sets, mit Namen auf Deutsch, Englisch, Japanisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Japanische Drucke werden erkannt und separat bepreist.

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